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Frühjahr 2014

von Linz am Rhein nach Ulm

Linz/Rhein – Hunsrück- Kaiserlautern – Bad Bergzabern – Rheinau – Offenburg – Schwarzwald - Hornberg – Tuttlingen – Sigmaringen – Ehingen – Ulm

Datum:
Strecke:
Johanniskreuz - Haguenau
Streckenlänge:
99 km
Bild
Morgen am Johanniskreuz: die Sonne scheint und Gerd, Klaus und Werner drängeln Rainer und Heinz, endlich loszufahren. Als wir dann um 10 Uhr in Gänge kommen, fahren wir erst noch ein Stück moderat bergan auf der B48.
Dann biegen wir auf eine schmale Straße ab; Der Pfälzerwald ist hier dicht bewaldet. Einige Autos und Holztransporter kommen uns entgegen und hin und wieder hören wir Kettensägen.
Ein Meilensteine aus dem Jahr 1773 stehen am Wegrand.
Die Route zieht sich über viele Kilometer durch das Waldgebiet mit moderaten An- und Abstiegen.
Schließlich folgt eine Abfahrt zu dem Ort Hauenstein; beim Bäcker Müller und beim Metzger Braun decken wir uns ein. Hinter dem Ort Königsweiler fahren wir auf einem schmalen Radweg durch Wiesen und Waldflächen. Dort finden wir den passenden Picknickplatz. Dann wird es windiger und der Himmel bewölkt sich zusehens. Peu`a`peu holt fast jeder eine weitere Jacke aus der Packtasche. Dann dauert es wieder eine Weile, bis man eingefahren ist und wieder aufgewärmt ist.
Hinter dem Ort erreichen wir die B48; die Bundesstraße ist zu unserm Vorteil nicht allzu stark befahren und hat einen Radweg. In Klingenmünster befinden wir uns dann im Vorfeld des Pfälzer Waldes.
In der Ferne erkennt man den Schwarzwald und bei den Schornsteinen muss sich Karlsruhe befinden.
In den bewealdeten Höhenlagen des Pfälzerwaldes auf der westlichen Seite ragen Felsformationen hervor. Auf unserer Strecke ist die Landschaft offener und Grasflächen herrschen vor.
Es ist Osterzeit und hier ist so ein Baum mit Eiern wohl tradidioneller Usus.
Hier beginnt der schwierigste Teil des Tages. Klaus hat keine größeren Steigungen angesagt, aber die Realität ist eine andere: ganz viele kurze Steigungen, besonders die Radwege führen in die Weinberge am Straßenrand: 10 – 12 % Steigung über ein hundert Meter sind typisch.
Hier begegnen wir der Madenburg hinter Waldhambach, die sich aus dem dichten Wald hervorhebt.
Bei Klingenmüster verlassen wir das dichte Waldgebiet und gelangen in eine offenere Landschaft, und Wein wird hier auch angebaut.
Gerd ist meistens vorneweg, und der Rest quält sich hinterher. Hinzu kommt ein kräftiger Wind meistens von der Seite aus westlicher Richtung, manchmal auch von vorn, und dann wird es besonders anstrengend.
Hinter Schweighofen überqueren wir die Grenze nach Frankreich und wir sind im Elsass am Ortsrand von Wissembourg. Mal abgesehen von den Autonummernschildern fällt die Besonderheit an den Häusern auf, die an den Giebeln mit Dachpfannenreihen über den Fensterreihen bestückt sind.
Hier kämpfen sich Heinz und Werner auf die Anhöhen von Soultz-sous-Foret. Auf den Straßen herrscht schon stärkerer Autoverkehr.
Das Mädchen mit den Baguettes hat es uns als typische französische Darstellung angetan. Werner meint, dass das Gefährt Sneaker heißt. Mit der einarmigen Fahrweise und der Bergauf-Fahrt hat sie es nicht einfach.
Wir quälen uns weiter mit dem Wind. Vor Hagenau durchfahren wir noch ein dichtes Waldgebiet; die Bäume halten den Wind ab und hier gibt es keine kurzen heftigen Steigungen, so dass wir schneller vorankommen.
Wir drehen noch ein Runde durch die Altstadt und fahren dann zum süd-östlichen Stadtrand, wo unser vorbestelltes Hotel-Restaurant Campanile liegt. Wir werden nett aufgenommen, können die Räder in einem Raum abstellen und bekommen zu faireren Preisen unser Abendessen.