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Frühjahr 2014

von Linz am Rhein nach Ulm

Linz/Rhein – Hunsrück- Kaiserlautern – Bad Bergzabern – Rheinau – Offenburg – Schwarzwald - Hornberg – Tuttlingen – Sigmaringen – Ehingen – Ulm

Datum:
Strecke:
Beuron - Obermarchtal
Streckenlänge:
84 km
Bild
Unsere Unterkunft ist in Ordnung, das Abendessen sowie das Frühstück waren durchaus angemessen. Kurz vor zehn Uhr geht es schließlich los. Während Klaus seine Packtaschen bereits vor dem Frühstück mustergültig verstaut hat, dauert es bei Rainer wie gewohnt etwas länger. Heinz versucht noch schnell, bei der Landesbankzentrale im Ort Geld abzuheben – allerdings hat diese lediglich donnerstags von 9:00 bis 11:00 Uhr geöffnet; der Versuch schlägt also fehl.
Wir setzen unseren Weg durch den beeindruckenden Donaudurchbruch fort. Steile Hänge mit hervorspringenden Kalksteinfelsen ziehen alle Blicke auf sich. Oben auf dem Berg thront die Burg Wildenstein. Über eine spezielle Fahrradbrücke queren wir kurz darauf die Donau.
Hier oben auf der Anhöhe ist noch einmal die Burg Wildenstein zu sehen.
Plötzlich hält Gerd an: Er hat Baumstämme entdeckt, die von Bibern gefällt wurden – unverkennbar an den spitz zulaufenden Nageflächen. Es ist zwar sehr sonnig, doch in den schattigen Flussabschnitten weht noch ein etwas frischer Wind.
Auf dem Radweg sind wir vorerst weitgehend vor dem Autoverkehr geschützt. Dafür verläuft die Bahnlinie nun fast durchgehend in unmittelbarer Nähe, und es verkehren hier erstaunlich viele Güterzüge.
Der Flussweg folgt offensichtlich einem alten Handelsweg und wird hier auch als Hohenzollernweg ausgewiesen. Besonders markant ist dieser alte Tunnel bei Thiergarten.
Es folgen einige Teilstücke in den ausladenden Donauschleifen, bei denen der Radweg direkt in den Uferbereich ausschwenkt. Das sorgt für einige kurze, aber heftige Anstiege. Die kräftigste Steigung wartet kurz vor dem Kloster Inzighofen. Dort legen wir eine Rast ein, um den schönen Kräutergarten und die Klosterkirche zu besichtigen.
Die Wetterstation am Kloster informiert uns über die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Werner macht es sich derweil bei den Skulpturen gemütlich.
Nach zwei weiteren Donauschleifen erreichen wir Sigmaringen. Das Schloss ist bereits von Weitem zu sehen. Allerdings bekommen wir von der Stadt selbst weniger die historische Innenstadt als vielmehr den örtlichen Aldi-Laden zu Gesicht, da uns der Donauradweg elegant darum herumführt.
Für die Weiterfahrt orientieren wir uns am direkten Donauuferweg.
Nun gilt es, einen geeigneten Platz für unsere Mittagsrast zu finden. In Sigmaringendorf werden wir fündig: Wir stellen mehrere Bänke zusammen und breiten unsere reichhaltigen Vorräte aus – Rollmöpse, Matjes, diversen Käse, Oliven, Tomaten, Salat, Fleischwurst, Salami, Baguette, Brezeln und natürlich die passenden erfrischenden Getränke.
Östlich von Sigmaringen weitet sich das Flusstal zusehends, und die umliegenden Höhenzüge treten zurück. In Scheer passieren wir ein historisches Wehr mitsamt alter Mühle.
Nächste Station ist Mengen; hier rollen wir durch das charmante Straßendorf mit seinen zahlreichen alten Fachwerkhäusern.
Hier lenkt Werner den Heinz ab – ob er ihn damit wohl in die falsche Richtung locken will?
Die steilen Felsen sind verschwunden, und stattdessen umgeben uns nun weite, grüne Weideflächen.
Der Donauradweg führt uns über scheinbar endlose, teils asphaltierte und teils geschotterte Wirtschaftswege voran. Weil die Landschaft hier etwas eintönig wirkt, legen Gerd, Heinz und Rainer kurzerhand eine sportliche Spurtetappe ein. In Riedlingen machen wir Halt für einen gemütlichen Kaffee, um gestärkt die Reststrecke anzugehen.
Wir erreichen den Mühlenkanal von Riedlingen mitsamt diesem farbenfrohen gefiederten Begleiter.
Unterwegs im mittleren Donautal.
Zell ist ein beschaulicher kleiner Ort, malerisch gelegen in einer Donauschleife.
Ein weiteres Highlight auf der Route ist Zwiefaltendorf. Hier erwarten uns ein idyllisches Sägewerk mit Wassermühle sowie eine Staustufe inklusive Kleinwasserkraftwerk.
In Datthausen müssen wir einen wirklich extrem steilen Anstieg bezwingen. Oben belohnt uns dafür eine überdachte Sitzecke mit Gästebuch, in dem wir uns natürlich direkt verewigen. Der Donauradweg ist übrigens hervorragend ausgeschildert – verlaufen kann man sich hier ohnehin kaum.
Hier wird die Wäsche noch ganz traditionell im Freien zum Trocknen aufgehängt.
Wir nehmen noch die reizvolle Schleife um Rechtenstein mit. Hier erleben wir den zweiten Donaudurchbruch, bei dem sich das Tal noch einmal spektakulär verengt.
Anschließend radeln wir am ehemaligen Kloster Rechtenstein vorbei und durchqueren Obermarchtal mit seiner imposanten Klosteranlage.
Schließlich haben wir unser heutiges Etappenziel, die Pension Berghof Stüble, erreicht und können die Räder absatteln.