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Frühjahrsradtour 2013

von Basel nach Aachen mit etwas Frankreich und Belgien - oder wie der Winter uns einholte

Basel, Kaiserstuhl, Canal du Rhone au Rhin, Straßburg, Canal des Houilleres de la Sarre, Saverne, Canal de la Marne au Rhin, Sarreguemines, Saar, Sauer, Vennbahn, Aachen

Datum: 21. März 2013
Strecke: Merzig - Echternacherbrück
Streckenlänge: 91 km
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Klaus wechselt am Morgen die Bremsbeläge; und bei Rainer schleifen die Bremsschuhe auch schon auf dem Aluminium. Wir treffen auf Fahrradhändler Werner, der uns nach dem Kauf der Beläge noch nach draußen begleitet. Entgegen der Voraussagen der Wetterdienste liegt kein Schnee; es regnet nicht – im Gegenteil, die Sonne kommt durch.
In Merzig überqueren wir wieder die Saarbrücke und wir fahren weiter auf der linken Flussseite. Der Radweg ist erst einmal asphaltiert und führt in Ufernähe entlang. Die Ufer werden steiler und die Berge rücken heran.
Wir fahren auf einer kaum befahrenen Straße bis nach Dreisbach. Ab hier ist der Weg für Motorfahrzeuge gesperrt. In einem weiten Bogen folgen wir der Saarschleife.
Steile Berghänge reichen bis an das Ufer. Schutzzäune sind aufgespannt, um das Geröll aufzufangen. Endlich mal kein Autoverkehr!
In Mettlach, gegenüber der Keramikfabrik von Villeroy & Bosch, legen wir die erste Pause ein, Rainer nutzt die Zeit, um die Bremsbeläge zu tauschen. Zwei Ehepaare aus Aachen interessieren sich über unsere Radtour. Auf unsere Frage ob es in der Eifel Schnee liegt wird das von denen bestätigt. Auf den Höhenlagen soll bis 15 cm Schnee gelegen haben. Auf dem Bild links ist Heinz bei der vorbildlichen Fahrrichtungsanzeige zu sehen.
Hier sind meine Bremsbeläge fällig. Reservegummis hatte ich im Proviant.
Es geht an dem Schloss Saareck bergan zu der Lutwinuskapelle. Hier hat man einen guten Ausblick auf die Saarschleife. Im Sommer sieht es noch etwas grüner aus. Der weitere Radweg ist nicht mehr befestigt. Ein Feldweg aus rotem Schlamm und tiefen Schlaglöchern folgt. Die beigen Schlammablagerungen auf dem Rahmen werden jetzt von der roten Farbe übertüncht.
Wir wechseln die Flussseite und passieren ein großen Steinbruch mit einem angeschlossenen Steinwerk und wir nähern uns Saarburg.
Wieder auf der anderen (rechten) Flussseite erreichen wir Saarburg. Hier gibt es was zu bestaunen.
Imposant ist der Wasserfall der Leuk mit den Wassermühlen, der sich unter uns erstreckt.
Die Leuk fließt mitten durch den Ort. In einem Cafe mit viel Plüsch und Puppen gönnen wir uns einen teueren Windbeutel.
Es geht weiter an der Saar entlang; die Flusshänge werden für den Weinanbau genutzt (das sind wohl die Südhänge). Hinter Biebelhausen biegt die Saar nach rechts ab, wir folgen dem kürzeren Saarkanal, der in der Betonrinne die Schifffahrtsstrecke verkürzt.
In Konz ist dann Schluss mit der Saar. An der Mündung zur Mosel müssen wir über das Brückengewirr die linke Moselseite ansteuern. Es geht dann 6 km an der Mosel entlang und wir erreichen dann Wasserbillig. Wir haben die Grenze nach Luxemburg erreicht. Wir fahren weiter an dem Grenzfluss Sauer entlang und nehmen die linke (deutsche) Flussseite.
Der Weg führt auf kleineren Straßen parallel zum Flussverlauf entlang und wir passieren die Brückenbauwerke der A64. Die Sauer hat eine starke Strömung und das Wasser ist Lehm gefärbt. Es hat immer noch nicht geregnet, die Sonne kommt immer noch durch, nur wird es im Laufe des Nachmittags immer kälter.
Später folgt der Weg einer still gelegten Bahntrasse, die am Hang der Sauer unterhalb der Straße verläuft. An einer Schutzhütte am Wegesrand machen wir zum letzten Mal Pause und vernichten die letzten Reste des Proviants. Werner muss allerdings die ganze Zeit telefonieren (geschäftlich).
Wir fahren weiter auf der linken Flussseite. In Echternacherbrück entdecken wir zum ersten Mal heute einen Supermarkt; und wir decken uns mit Vorräten ein. Die Einheimischen sind interessiert und erkundigen sich nach unserer Tour. Es wird jetzt um 17:30 Uhr immer kälter. Um die teueren Hotels in Luxemburg, auf dem weiteren Streckenverlauf, zu vermeiden, beschließen wir hier zu bleiben. Es gibt genug Privatpensionen in dem Ort, und dort verbringen wir die Nacht.