17. März
18. März
19. März
20. März
21. März
22. März
23. März

Frühjahrsradtour 2013

von Basel nach Aachen mit etwas Frankreich und Belgien - oder wie der Winter uns einholte

Basel, Kaiserstuhl, Canal du Rhone au Rhin, Straßburg, Canal des Houilleres de la Sarre, Saverne, Canal de la Marne au Rhin, Sarreguemines, Saar, Sauer, Vennbahn, Aachen

Datum: 23. März 2013
Strecke: Sankt Vith - Aachen
Streckenlänge: 98 km
view_list Startseite
home home
map Karte
insert_photo Profil
camera_front Dia-Show
Am Morgen in Sankt Vith ist noch alles ganz entspannt. Die paar Schneeflocken können uns nicht schocken. Die Kleidungsfrage ist am Morgen noch nicht gelöst. So verlassen wir den Ort , passen die Kleidung den Umgebungsbedingungen an und setzen unseren Weg auf der Vennbahntrasse fort.
Der Weg ist schon weiß bedeckt. Nach einigen Kilometern erreichen wir den Ort Born, wo ein Eisenbahnviakukt im Ersten Weltkrieg errichtet worden ist, das aus unverkleidetem Beton besteh
Die umgebende Landschaft ist hügelig mit Felderwirtschaft und wenigen bewaldeten Abschnitten. Ein Kettenriss an Rainers Fahrrad führt zu einer kurzen Pause; aber dieses Problem ist schnell gelöst.
Der Weg ist erst einmal asphaltiert. Die Schneeflocken fliegen uns ins Gesicht. Es ist recht kalt, die Füße und Hände werden langsam kalt.
Anfangs ist der Asphalt fast schneefrei.
Dann werden Schnee und Feuchtigkeit hochgewirbelt und bedecken das Fahrrad. Bei Rainer ist die Gangschaltung eingefroren, und die Kette gleitet über die Führungsrolle der Schaltung hinweg. Fazit: wenn bei der Kälte die Kette unkontrolliert, dann sollte man die Führungsrolle der Schaltung überprüfen
An dem Ort Waimes ist die Fahrradtrasse eigentlich gesperrt. Aber die Absperrgitter sind beiseite geschoben. Die Trasse ist aber soweit ersichtlich fertig gestellt. Es fehlen vielleicht noch ein paar Restarbeiten.
Die Strecke ist asphaltiert und fertig gestellt bis Robertville/ Sourbrodt. Hier das einst bedeutende Gebäude des Bahnhofes von Sourbrodt.
Hier ist eine größer Bahnhofsanlage mit Gleisen und Signalanlagen erhalten. Bis hier ist die Fahrradtrasse ausgebaut. Danach haben wir die beschilderte Umleitung gewählt. Es geht weiter langsam bergauf. Bei Sourbrodt erreichen wir mit 624 m den höchsten Punkt unserer Radtour.
Anklicken für Kurzvideo "Fahrversuch im Schnee"

Die Umleitungsstrecke führt durch dichtes Waldgebiet. Die Strecke ist unbefestigt und eine dickere Schneeschicht mit einer darunter liegenden Eisschicht bedeckt den Weg. Die tiefen Fahrspuren und die Eisbedeckung machen ein Fahren streckenweise unmöglich, so dass wir über eine längere Distanz die Räder schieben müssen. Beim Fahren auf dem Eisgrund mit tiefen Fahrspuren muss man sehr aufpassen und sich mit dem Fuß immer wieder abstützen. Mit Konzentration müssen wir der Spur folgen und dann immer wieder absteigen. Jedenfalls ist die Form des Radfahrens sehr anstrengend.
An dem Ort Kalterherberg finden wir endlich ein geöffnetes Cafe. Der Flammkuchen und der Glühwein der Wirtin Carmen sind sehr zu empfehlen. Leider hat sie das Rezept für den Glühwein nicht herausgerückt. Die Füße wurden endlich wieder warm.
Allerdings war es wohl der letzte Glühwein dieses Winters, der bei Carmen geordert werden kann. Auch in der Hocheifel sind die Winter wohl nicht immer so ausufernd.
Irgendwann muss man sich auch wieder von einem so netten warmen Ort trennen und sich der Natur stellen.
Es geht weiter auf einem Höhenniveau von 600 m. Wir kommen danach wider auf die Bahntrasse, aber die Eisschicht unter der Schneedecke erschwert weiterhin das Fahren. Und an den schneefreien Stellen liegt tief aufgeweichter Lehm.
Danach ist der Radweg auf der Bahntrasse angelegt, und mit einigen Viadukten werden Taleinschnitte überbrückt.
Werner schaut noch skeptisch; aber wir fahren bergab und der die Schneebedeckung des Weges verschwindet.
Nach dem Glühwein kann Heinz auch schon wieder lachen.
Um die Steigungen moderat zu halten, windet sich die alte Bahntrasse mit weiten Bögen durch das Venn. Alte Bahnanlagen sind noch erhalten. Zwischen Lammersdorf und Roetgen ist die Trasse noch nicht fertig gestellt und hier muss ma noch eine Umleitung nehmen. Danach verlässt man das belgische Staatsgebiet und ist wieder in Deutschland.
Auf dem Abschnitt zwischen Raeren und Walheim ist die Bahnstrecke noch eingleisig vorhanden. Hier erreichen wir dann den Bahnhof Walheim, wo einige historische Waggongs abgestellt sind.
Es folgen am Stadtrand von Aachen einige Brückenviadukte. Der letzte Teil des Fahradweges hinter dem Bahnhof Rothe Erde ist noch nicht fertig gestellt, so dass wir das letzte Stück auf städtischen Straßen zurücklegen. n bis wir den Aachener Hauptbahnhof erreichen.
Alle sind heil am Bahnhof angekommen und stolz, trotz der Witterungsumstände das Ziel erreicht zu haben. In der Bahnhofsvorhalle bildet sich dann eine große Pfütze durch das Schmelzen des Eisbesatzes an den Fahrrädern. Als nächstes müssen die Räder für die nächsten Touren instand gesetzt werden.