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Frühjahrsradtour 2013

von Basel nach Aachen mit etwas Frankreich und Belgien - oder wie der Winter uns einholte

Basel, Kaiserstuhl, Canal du Rhone au Rhin, Straßburg, Canal des Houilleres de la Sarre, Saverne, Canal de la Marne au Rhin, Sarreguemines, Saar, Sauer, Vennbahn, Aachen

Datum: 22. März 2013
Strecke: Echternacherbrück – Sankt Vith
Streckenlänge: 91 km
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Am Vorabend bildete sich schon Raureif; wir erwarteten einen ziemlich kalten Tag. Aber die Sonne scheint und das Wetter überrascht uns positiv.
Uns haben uns über die vielen Pensionen in Echternacherbrück gewundert; was will man denn hier? Nachdem wir einen Kilometer gefahren sind und die Brücke zur Sauer überquert haben, kommen wir nach Echternach.
Von der Steinbrücke aus erblicken wir etliche Türme hinter den Gebäuden an dem Ufer der Sauer. Wir fahren durch die historische Altstadt. Unsere Vermieter hatten uns erzählt, dass dort jährlich eine Springprozession stattfindet, die viele Touristen anzieht.
Der weitere Radweg an der Sauer führt durch bewaldetes Gebiet. Wir fahren durch kleinere Orte und etliche Campingplätze befinden sich an dem Flussufer. Wir passieren den Ort Bollendorf. In Wallendorf verpassen wir die Abfahrt zur Our und müssen ein kurzes Stück zurückradeln.
Wir radeln auf einem separaten Radweg an der Sauer entlang und auf der gegenüberliegenden Seite liegt hier der Ort Bollendorf.
In Walldendorf mündet die Our in die Sauer und ab hier folgen wir dem Verlauf der Our. An dem Ufer gibt es dann etliche Anstiege und natürlich auch Abfahrten, da der Radweg meistens nicht direkt am Flussufer verläuft.
Wir erreichen Vianden, und oberhalb der Stadt entdecken wir eine große Burganlage. Wir wissen noch nicht, dass wir da auch noch hinauf müssen.
Unser Weg führt über steile Straßen mit historischen Gebäuden entlang. Viele werden als Hotel genutzt, und der Ort ist ein touristisches Zentrum.
Nach ein einigen Serpentinen kommen wir an der Burg Vianden an; ob da Ludwig II beim Bau von Neuschwanstein abgeguckt hat?
Auf dem Anstieg entdecken wir den ersten Schnee; was ist eine Frühjahrstour ohne Schnee…
Nach 290 Höhenmetern haben wir die Kuppe erreicht. Hinter uns der Stausee eines Pumpspeicherwerkes. Wir ziehen die oberen Lagen der Kleidung aus; es wird wärmer.
Klaus, Heinz und Werner sind der kleineren Nebenstraßen überdrüssig, und so fahren wir zeitweise auf der stark frequentierten N7.
An den Nordhängen in den Höhenlagen liegt noch ordentlich Schnee; hoffentlich der letzte Kontakt bis zum nächsten Winter. In dem Ort Marnach gibt es ein Einkaufszentrum. Dort gibt es Mittagessen und beim benachbarten Aldi decken wir uns ein.
Über den Ort Lieler fahren wir in westlicher Richtung und nach einigen Gefälle- und Steigungsstrecken erreichen wir wieder die Our. Hier geht es wieder etwas beschaulicher zu auf schmalen Straßen. Wir erreichen dort das Dreiländereck. Wir fahren von nun an auf belgischem Gebiet. Kurz danach eine Zwangspause: Heinz`ens Kette ist gerissen. Nach dem Einbau eines Kettenschlosses kann es weiter gehen. An dem Ufer der Our geht es auf und ab.
Mal wieder eine kleine Panne; Kettenriss.
Aus Erfahrung ist der Nietendrücker immer dabei; und mit dem Kettenschloss ist das Problem nach einigen Minuten gelöst.
Ganz heimisch scheint es zu werden; wir sind in Oberhausen. Hat Rainer uns wieder reingelegt? Aber die Rauchschwaden im Hintergrund stammen nicht von dem Stahlwerk sondern kommen von einem Bauernhof rüber.
Wir folgen dem Flusslauf. Das Flussufer ist bewaldet; und Klaus, Heinz und Werner erwarten endlich die Trasse der Vennbahn; sie hoffen auf ein Ende der Steigungen.
In Steffeshausen treffen wir dann auf eine Bahntrasse und folgen der. Allerdings führt der Weg meistens nicht auf dem Bahnkörper entlang, sondern wir müssen auf dem Seitenweg fahren, der zumeist unbefestigt und matschig ist.
Erstmal weiterfahren, bis jetzt hat es ja immer irgendwie geklappt. Ich finde den Ort Saverne auf dem GPS-Gerät, in dem auch Hotels existieren sollen und finde dort im Hotel National auch ein Zimmer. Der Kanal führt hier direkt durch die Innenstadt und bildet ein attraktives Ensemble mit den Häusern und Restaurants am Kanalufer.
Wir passieren eine zerstörte Natursteinbrücke, die über die Our führte. Vor dem Ort Hemmeres ist die Eisenbahntrasse dann vorbildlich als Radweg ausgebaut worden.
Hinweisschilder beschreiben die historische Bedeutung der Bahnlinie als Kohlen- und Erzbahntransportstrecke. Hinter dem Bahnhof von Lommersheide ist ein Tunnel für den Radweg freigegeben. Der Radweg führt durch eine Heidelandschaft mit niedrigem Bewuchs.
Hier bei Neidingen führt der Radweg neben der alten Trasse entlang, und die alte Eisenbahnbrücke sieht man nur von unten.
Im weiteren ausgeschilderten Verlauf des Radweges wird die Strecke zumeist auf Nebenstraßen geführt. Es geht auf 19 Uhr zu; in Sankt Vith quartieren wir ein.