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Herbst 2014

Hessentour

Brilon - Edersee - Schwalmstadt - Hanau - Fulda - Bebra - Kassel - Hann. Münden

Datum:
Strecke:
Hilders - Bebra
Streckenlänge:
87 km
Bild
Am Morgen haben wir wieder strahlenden Sonnenschein. Wir fahren zuerst wieder auf den Milseburgradweg und radeln 2 km zurück.
Dann biegen wir auf den Radweg entlang der Ulster ab. Hier gab es mal eine regionale Bahnstrecke, die schon lange stillgelegt ist. Hier war mal die Grenze zur DDR und der Landstrich war infrastrukturell abgeschnitten. Entsprechend beschaulich geht es hier immer noch zu. Wir fahren auf dem Ulsteradweg, der auf Nebenstraßen und teilweise auf der alten Bahntrasse der Ulsterbahn verläuft.
Den Ort Tann in der Rhön schauen wir uns etwas genauer an. Eine alte Kleinstadt mit viel Fachwerkarchitektur.
Das Stadttor aus dem 16. Jahrhundert führt in die Altstadt. Durch den Torbogen quälen sich jetzt die Autos.
Noch ein kurzer Abstecher ins Zentrum bis zum Rathaus.
Dort steht der Stadtbrunnen, der mit der Jahreszahl 1710 beschriftet ist. Bei dem Wetter lockt er zu einem Brunnensturz.
Die Landschaft ist hügelig, kleine Dörfer liegen am Straßenrand. Die Steigungen auf dem Bahntrassenradweg sind moderat.
Es ist 13 Uhr und in dem Ort Geisa finden wir einen Picknicktisch am Ufer der Ulster. Nach dem ausführlichen Mittagessen legen wir uns noch in die Sonne.
Was mag es für diesen Schornstein für ein Bewandnis haben? Dort soll man eine Ziegelei gestanden haben (Dampfziegelei Wenigentaft), vielleicht war ein Ringofen angeschlossen?
Dann fahren wir noch durch einen abgeschiedenen Landstrich, der einst im Bereich der innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen lag.
Der weiße Berg ist die Landmarke.
Dörflicher Chrakter in Thüringen.
Im Wald finden wir noch Reste längst stillgelegter Gleise.
In Unterbreizbach kommen wir an dem Schacht Unterbreizbach 1 vorbei; sieht ja aus wie zuhause. Das ist ein Kalibergwerk mit Förderturm und Aufbereitungsanlagen.
Kurz darauf erreichen wir die Werra und im Hintergrund wieder eine riesige Abraumhalde. Hier mündet die Ulster in die Werra und in Phillipstal endet der Ulsterradweg.
Die Werra verlassen wir gleich wieder und es geht an der Halde entlang nach Schenklengsfeld. Hier erreichen wir eine stillgelegte Trasse, die an dem Fluss Solz entlangführt. Hier können wir wieder zu Tal rasen durch bewaldetes Terrain bis kurz vor Bad Hersfeld.
Dann treffen wir wieder auf die Fulda, die zwischenzeitlich einen anderen Weg eingschlagen hat. Der Fulda folgen wir jetzt in größerem Abstand auf dem Radweg D91. Es geht durch die hügeligen Randbereiche des Fuldatals.
Dann kommt Bebra in Sichtweite und wir folgen dem Weg neben dem Bahndamm. Wir fahren an den umfangreichen Gleisanlagen entlang, durchqueren den Ort und erreichen am anderen Ortsende unser gebuchtes Hotel „Hessischer Hof“.