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Frühjahr 2026

Hinter den Vogesen und dann zum Rhein

Freiburg - Nancy - Glan - Rhein - Lahn - Siegen

Datum:
14. Mai 2026
Strecke:
Eschbach - Fesches-le-Chalet
Streckenlänge:
90 km
Bild
Nochmal unser FR-Hotel am Morgen; es ist doch recht kalt und bewölkt am Morgen. Gegen 10 Uhr starten wir.
In der Rheinebene gibt es größere Industriebetriebe, Kieswerke und eine Pelletfabrik. Auf der linken Seite kann man den wolkenverhangenen Schwarzwald sehen; da scheit es gerade heftig zu regnen.
Wir radeln nach Griesheim und von dort geht es an einer Kiesgrube vorbei zum Rhein. Dort radeln wir auf dem unbefestigten Rheinuferweg nach Süden. Der schmale Rhein ist tief eingegraben, und zur Zeit werden große Hochwasserrückhaltebecken neben dem Fuß ausgehoben.
Vor Neuenburg sind parkähnliche Bereiche am Rheinufer angelegt.
Wir müssen in Neuenburg hoch auf die Rheinbrücke; es ist nicht der ganz optimale Weg und es geht hier durch die Brombeerbüsch rauf.
Neben der Landsteraße D39 führt noch eine Eisenbahnstrecke über den Fluß. In der Mitte des Rheins befindet sich die Grenze nach Frankreich; Bon Jour!
Noch kann man nochmal zum Schwarzwald hinüberblicken und auf der anderen Seite kommen auch die Vogesen zum Vorschein. Es geht vorerst noch ein Teilstück durch die Felder in der Rheinebene.
Hinter Ottersheim stoßen wir auf ein dichtes Waldgebiet; zumeist stehen hier Buchen und Eichen. Unser unbefestigter Radweg führt schnurgerade durch das Waldgebiet. Vor Mulhouse erreichen wir den Canal du Rhone au Rhine. Der Kanal ist hier zienmlich breit und an dem Ufer steht ein Panzer und eine Haubitze, die an die Befreiungsschlachten des Zweiten Weltkrieges erinnern.
In Mulhouse ist der Kanal zuerst hinter einer Bahntrasse vorborgen, und dann kommt ein schnaler idyllischer Kanal zum Vorschein.
Der Radweg am Kanal ist sehenswert; historische Gebäude und moderne Bauten stehen am Kanalufer. Ab hier ist der Kanal wohl in den historischen Dimension erhalten.
Der Weg führt erstmal durch das Stadtbebiet; der Radweg ist asphaltiert und angenehm befahrbar und bleibt uns noch als Wegführung des ganzen Tag erhalten und die städtische Bebauung hat sich dem Kanal angepasst.
Fahrende Schiffe, außer einem kleinen Touristenboot in einem Schleusenbecken treffen wir nicht an; dafür gibt es etliche Hauboote, die den Ufer vertäut haben. Manache sind recht ansehnlich hergerichtet worden.
Hinter Mulhouse führt uns der Kanal durch ländliches Gebiet. Lästig wird der Gegenwind; wir sind in westlicher Richtung unterwegs und der Wind kommt meistens direkt von vorne. Mit 10 bis 16 km/h kämpfen wir uns gegenan. Es bleibt nicht nur bei den dunklen Wolken; einige Schauer treffen uns. So ziehe ich die Windjacke oder Regenjacke an und in den trockenen Phasen wird es wieder zu warm und die Jacke muss weg.
Dies ist das bischöfliche Kolleg in Zillesheim; ein imposanter Bau am Kanal.
Wir kommen langsam immer höher und am Kanal folgt erwa jeden Kilometer eine Schleusenstufe mit dem historischen Schleusenwärterhaus. Schleusenwärter war bestimmtein angenehmer Beruf; aber früher mussten die ja noch die Schleusentore und Ausgleichsöffnungen händisch öffnen, jetzt geht es elektrisch und der Schleusenwärter vor Ort ist überlüssig.
Hier, an der Kirche mit einer Sitzecke neen dem Kanalweg legen wir eine Picknickpause ein, aber nach dem ersten Bröthcen verjagt uns der Regen und wir suchen Regenschutz unter einer Brücke.
Hier ist ein kurzes Stück des Kanalufferweges gesperrt und die Räder müssen durch die schlammige Umleitung geschoben werden.
Der Kanal ist schon ein technisches Meisterwerk. Er wurde 1834 eröffnet und die Wasserhaltung erfolgt durch die parallel fließenden Flüsse; zwischen den Schleusenstufen gibt es immer wieder Überläufe, die zu den etwas tiefer liegenden Flüssen führen. Hier ein Kanalbrücke über den Fluß Largue.
Vor Valdieu folgt eine Schleusenkammer der nächsten und dann haben wir die Scheitelhöhe der Rhein-Rhone-Kanals mit 341 m über NN erreicht. Hier sind Seen neben dem Kanal angelegt worden, um die Wasserhaltung sicher zu stellen.
Unterwegs sehen wir ganz viele Kraniche und Schwäne, für die der Kanal den Lebensraum darstellt.
Neben dem Kanal ist es recht hügelig; irgenwie haben die Altvorderen es hinbekommen, den Kanal dazwischen durch zu führen. Dan gibt es noch eine Vereinigung des Kanals mit dem Fluß la Bourbeuse und an den Kanal (oder ist es der Fluss ?) sind steile Hänge.
Gegen 18:30 Uhr erreichen wir nach 90 anstrengenden Kilometern Fesches-la-Chatel - unseren Zielort. Ein kleines verschlafenes Nest am Rhein-Rhone-Kanal. Treffpunkt im Ort ist eine Pizzeria und Bar und wir können uns zumindest mit einer Pizza stärken. Heinz nächtigt heute auf seiner Luftmatratze und so werden wir genug Freiraum haben.