13. Mai
14. Mai
15. Mai
16. Mai
17. Mai
18. Mai
19. Mai
20. Mai
21. Mai
22. Mai
23. Mai
24. Mai

Frühjahr 2026

Hinter den Vogesen und dann zum Rhein

Freiburg - Nancy - Glan - Rhein - Lahn - Siegen

Datum:
18. Mai 2026
Strecke:
Nancy - Fentetrange
Streckenlänge:
93 km
Bild
Unser Appartementhotel liegt direkt hinter dem Canal de la Marne au Rhin und an dem Kanal fahren wir wieder zurück.
An den Hochhäusern vorbei radeln wir zum Kanaldreieck, wo der Canal de Jonction de Nancy abzweigt.
Hier werden die Fahrräder diebstahlgeschützt auf einem Balkon abgestellt.
Wir radeln am Canal de la Marne au Rhin weiter, der erst höher auf einem Damm liegt. Auf der linken Seite fließt der Fluß le Meurthe. An dem linken und rechten Ufer des Kanals liegen kanalabwärts ausgebaggerte Sand- und Kiesflächen, die Wasser geflutet sind. Es folgt dann eine riesige Kies- und Sandhalde. Die Kirche Saint-Nicolas de Pont in Varangeville sieht man von Weitem.
Die Stadt Varangeville hat einen alten Bahnhof am Ufer des Kanals.
Der Ort und besonders das Umfeld des Kanals ist industriell geprägt. In der Stadt wird Salz gewonnen und das Salzbergwerk und die Aufbereitung prägen das Stadtbilkd. Interessant sind die teilweise sehr alten Bauten des Werkes.
Danach wird es ruhiger ab Dombasie-sur-Meurthe am Kanal und viel Natur erwartet uns.
Am Vormittag ist das Wetter noch akzeptabel, aber dicke Wolken breiten sich aus.
In Cite de Jardins ist noch ein alter Förderschacht einer Soleanlage erhalten.
Wir kommen an Häfen, an denen Ausflugsbooten angelegt haben. Dann geht es dann immer am Kanalufer weiter; linkks das Wasser und rechts Baum- und Strauchbewuchs.
Manchmal kann man weiter in das hügelige Land schauen. Dann wartet man auf die nächste Schleuse oder Brücke, die etwas Abwechselung bieten. In Enville-au-Jard soll eine Boulongerie sein; aber die hat heute am Montag und dann noch in der Mittagszeit geschlosssen. Danach gibt es einen Schauer und es wird auch kälter; wir müssen uns wärmer anziehen.
Es geht dann weiter. Immer wieder treffen wir auf Fischreiher, die wohl ein abgestecktes Revier haben. Storche treffen wir auch an und einen Kuckuck hören wir öfters. Einige private Motorschiffer sind auch auf dem Kanal unterwegs. Das Gebiet gehört zum Naturpark de Lorraine (Lothringen). Kaum ein Dorf, wir sind oft die einzigsten auf dem Kanalradweg, hoffentlich bekommen wir heute noch etwas zu essen.
In dem Ort Batavile, etwas abseits von Kanal, soll es einen Kebabladen geben; aber auch der hat geschlossen. Dafür finden wir daneben einen kleinen Lebensmittelladen, und hier decken wir uns für das Picknick und das Abendessen ein. Wir radeln wieder zum Kanal zurück und erreichen gleich ein Ausflugsgebiet mit größeren Seenflächen. Das ist als Auflugsgebiet ausgebaut und mit vielen Sitzgruppen ausgestattet, an dene es vorher gemangelt hat. Genau richtig, wir holen unsere Vorräte aus der Packtasche und genießen die Sonnenstrahlen und unser Bier.
Nach einigen Kilometern erreichen wir eine hohe Wand durch die der Kanal verläuft. Ist wohl noch ein Kanaltunnel, meinen wir. Wir fahren dann auf dem Radweg an der Wand vorbei und sehen dann, dass da eine Schleuse ist, und was für eine. Eine Schleuse mit 15 m Hub, ein deutliches Echo, als wir hinunterrufen. Das ist die Schleuse mit der größten Hubhöhe für Schiffe der Freycinetklasse in Frankreich.
Danach wird es wieder etwas eintöniger, Radweg, etwas Ufergrün, Wasser, grüne Wand links. Hinter dieser grünen Wand befindet sich eine große Seennlandschaft und das Wasser dient wohl zur Wasserhaltung des Kanalneztes.
Dann kommen wir zu dem Kanaldreieck, an dem der Canal des houllieres de la Sarre vom Canal du Marne au Rhin abzweigt.
Wir wollen den Saarkanal weiter rauf und müssen den Marne-Kanal auf der Brücke queren. Das hatten wir doch schon im Jahr 2013 und mit abgenommenen Packtaschen gehts einfacher über die Brücke, war der damalige Rat.
Von oben kann man dann über die weite Seenlandschafen bis zu den Vorgesen überblicken, während von unten nur der Kanal und das Ufer zu sehen waren.
Dieses Schiff hat seine besten Tage hinter sich.
Hier wird der Kanal in erhöhter Position durch den See geführt, diese Passaage heißt wohl les trois ponts.
Es war schwierig, hier im Vorfeld eine Unterkunft zu finden, und so müssen wir vom Kanal ab Mittersheim noch 7 Kilometer weiter östlich radeln.
Nach einigen kleinen Anstiegen und Gefällestrecken erreichen wir den Ort Fenetrange.
Fenetrange hat eine schöne historische Bebauung.
Im Dorfmittelpunkt liegt unser Appartment; eine riesige Wohnung, stilvoll eigerichtet und eine gut ausgestattete Küche für unser Abendmahl (Würstchen und Gemüse mit Kartoffeln).