Das ist unser Ferienhaus aus dem Jahr 1820. Die Vermieterin erzählt uns, dass der Dorfkern, unter Denkmalschutz steht.
Dann radeln wir wieder zum Canal de Houllieres de la Sarre zurück. Es geht wieder auf dem Radweg neben dem Kanal weiter. Links dichter Wald, rechts Weideland, das von dem Naubach durchflossen wird und dahinter wieder dichter Wald.
Es geht längere Zeit durch das Waldgebiet, das dann in eine Weidelandschaft übergeht. Der noch schmale Oberlauf der Saar nähert sich dem Kanal. Hin und wieder kommt mal ein Radfahrer entgegen. An Kanalabschnitten, die mit dem Auto zugänglich sind, versuchen Angler ihr Glück.
Das ist die St. Martin-Kirche in Saaralbe. Die Saar kommt in Sichtweite und das Flußbett verläuft direkt tiefer gelegen neben dem Kanal.
Dies ist ein restaurierter Bunker der Maginotlinie, mit der sich Frankreich gegen einen Angriff aus Deutschland wehren wollte. Dahinter die Reste eines Sperrwerkes, das zur Überflutung der Flächen an der Saar genutzt werden sollte. Heute ist es wärmer und endlich kommt bei Heinz und Rainer die kurze Hose zum Zuge. Meistens reicht auch das Kurzarmtrikot aus.
Im weiteren Verlauf des Kanals nimmt die industrielle Nutzung der Flächen am Kanal zu, z.B. durch diese Werft. Zumindest gibt es etwas mehr Abwechselung.
Das Mädel überholt uns, und ich nehme die Verfolgung auf, überhole und übernehme die Poolposition. Und so fahren wir mit hohem Tempo, also so 22 bis 28 km/h den Kanal rauf. Eigentlich sind ja nur 20 km/h zugelassen, wir es auf den Geschwindigkeitsbegrenzungsschildern für die Radfahrer ausgeschrieben ist.
Jetzt geht es mal für 10 Minuten in Sarreguimes durch Großstadtverkehr, dann landen wir auf dem Radweg an der Blies. Der Fluß bildet die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland. Weiter geht es für uns auf dem Radweg neben der Straße D42. Die Straße verläuft immer neben der Blies entlang. In Bungert verlassen wir die Straße und es geht ein steiles Stück bergan zu der Bahntrasse der stillgelegten Bliesbahntrasse.
Die Trasse liegt erhöht am Hang des Bliestales. Alle Orte, die wir passieren, haben einen Namen dem der Flußname "Blies" vorgesetzt ist. Es liegen noch 20 km Strecke bis Blieskastel vor uns, die wir schnell zurücklegen. Wir passieren den Bahnhof von Blieskastel . Um 19:30 Uhr erreichen wir die Unterkunft am Bliestalradweg. In Deutschland angekommen werden wir erst einmal ausführlich bei der Nutzung der Einrichtungen eingewiesen. Dann wird uns noch eine Radversicherung von 5 € für die Nacht angeboten; so einen Quatsch hatten wir ja noch nie.