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Frühjahr 2016

Fernradweg D11 - von München nach Thüringen

München, Isar, Donau, Nürnberg, Main, Hof, Saale, Jena, Erfurt

Datum: 07. April 2016
Strecke: Oberkotzau - Ziegenrück
Streckenlänge: 83 km
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Es ist heute deutlich kälter und bewölkter als an den Vortagen. Wir müssen dickere Kleidung anlegen. Wir verlassen das verschlafene Dorf Oberkotzau und radeln auf dem Uferrandweg nach Hof.
Klaus erzählt schon von Steigungen, die uns erwarten. Die Saalestauseen sollen nämlich höher als der Quellfluss liegen. Heinz und Rainer spekulieren, ob da vielleicht ein großes Pumpwerk liegt, um das Saalewasser hochzupumpen. Wir passieren Hof und der Saaleradweg verläuft meistens in der Nähe des Saaleufers.
Auf einer Fläche in Hof entdecken wir eine Schilderausstellung.
Nach Unterkotzau wird es recht beschaulich. Wälder säumen das Ufer, und wir fahren auf dem meist unbefestigten Uferrandweg. Hier kommen wir über einen schmalen Saalesteig an der Fatingmühle heraus. Dort gibt es einen großen Biergarten, aber an dem heutigen Morgen ist es ruhig.
In Bad Hirschberg erreichen wir Thüringen. Zu DDR-Zeiten standen hier die Grenzanlagen. Auf Schautafeln sind die damaligen Grenzzäune dargestellt, die hier direkt hinter der Saale angeordnet waren. Klaus trennt sich hier von den anderen, und er legt die Tagesreststrecke mit dem Bus zurück.
Er ahnt wohl schon, was auf die anderen zukommt. Die Saale schneidet sich hier tief ins Land und der Radweg verläuft meistens nicht mehr direkt am Fluss entlang, sondern er führt in die Uferhänge hinauf und die Route ist mit viele Steigungen versehen.
In Blankenstein gelangen wir auf die rechte Saaleseite. Hier treffen wir gleich auf einen Würstchenstand; es gibt für jeden 2 originale thüringer Roster.
Dies könnte der steilste Radwegabschnitt in Deutschland sein. Mit überschlägig 30 % geht es auf einem offiziellen Teilstück des Saaleradweges hergan. Gerd hatte Mühe, seine Schuhe an den Füßen zu halten. Wir kommen an einem großen Zellulosewerk vorbei, und es geht dann auf Waldwegen berauf und bergab und durch viele Schlaglöcher zur Bleilochtalsperre.
Bei Rainer schleift das Rad; es stellt sich heraus, dass eine Stütze des Gepäckträgers gebrochen ist.
Mit Panzerklebeband wird der Schaden gehoben.
Heinz nutzt die Pause, um seinen Bremszug nachzuspannen. Und Gerd zieht mal eben seine Kettenblattschrauben wieder fest.
Bis Saaldorf an der Bleichlochsperre müssen wir die Schleifen des Stausees umfahren; und eben ist der Weg auch nicht. Eine Schautafel weist auf den ehemaligen Erzbergbau hin. An dem Campingplatz legen wir eine Kaffeepause ein. Der Wirt weist darauf hin, dass der Bleichlochstausee der vom Speichervolumen größte Stausee Deutschlands ist. Von dem Ort Kloster folgen wir über 6 km einer umgewidmeten Bahntrasse, die dann nach Schleiz abzweigt.
Wir kommen oberhalb des Ortes Burgk vorbei, der an der Staumauer des Bleichlochsees liegt. Unser Track bringt uns dann weiter nach Grochwitz, und über viele Schleifen geht’s nach Gripendorf. Dann fahren wir wieder in die Gegenrichtung auf der Landstraße.
Wir erreichen wir einen Aussichtsturm, von dem man einen weiten Blick auf den Stausee hat.
Unser Weg liegt hoch über der Saale. Es gibt hier ein Wasserkraftwerk, das nur über eine Schrägseilbahn zu erreichen ist (Bild).
Vor Ziegenrück gibt es Aussichtspunkte, von denen wir weit oberhalb des Flusses tief ins Tal blicken können. Dann folgt die Abfahrt zur Saale nach Ziegenrück.
Oberhalb von Ziegenrück verläuft ein Eisenbahnviadukt. Die Strecke ist still gelegt, und die Trasse südlich von Ziegenrück wäre die Alternative zu unserer Strecke gewesen. Der Ort Ziegenrück mit vielen Fachwerkgebäuden liegt beschaulich in dem Saaletal. Klaus, der mit dem Bus schon vor dem Rest der Gruppe Ziegenrück erreicht hat, hat in dem Ort bereits Zimmer in dem Hotel am Schlossberg bestellt.
Resüme:
Der Saaleradweg ist nach meiner Meinung der anspruchvollste Flussradweg in Deutschland.