Die Nacht haben wir ganz gut hinter uns gebracht; Werner hat ein bisschen gefroren; bei mir wars warm genug. Es hat sich deutlich abgekühlt; am Morgen herrschen 14°C und da müssen die Kleidungsreserven herhalten.
Wir frühstücken in dem Ort Diessen; Kaffee und nicht aufgebackene Croissant müssen erstmal reichen.
Unser Weg erläuft südlich der größeren Städte Tilburg und Breda entlang. Das Gebiet ist landwirtschaftlich geprägt; und wir begegnen riesige landwirtschaftliche Fahrzeuge, die zu rationellen Bewirtschaften der Felder eigesetzt werden – und auf den Straße wird es eng, wenn so ein Fahrzeug uns entgegenkommt.
Dann verfinstert sich der Himmel, und das genau in unserer Fahrtrichtung.
Der Boden besteht ausschließlich aus Sand; und die Radwege sind teilweise auf befestigten Randstreifen angelegt; aber verlaufen teilweise auch auf dem unbefestigten Sandbett. Das hat zur Folge, das die Kette ordentlich knirscht.
Nach dem Schauer muss erstmal die Kette gepflegt und geölt werden.
Südlich von Rosendaal verläuft der Radweg LF13 parallel zu einem Graben. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen trocken gefallenen Kanal handelt, über den einst Torf verschifft worden ist. Die riesigen Torfgebiete sind zum Anfang der Industrialisierung abgetragen worden.
Wir überqueren dann den Batse Spui Kanaal, der Oster- und Westerschelde verbindet. Das Gebiet ist komischerweise wenig besiedelt. Nur die Autobahn mit dem Verkehr verbreitet Lärm. Ansonsten summen die Windräder und wir begegnen einigen Rennradfahrern.