In der Nacht hat es wieder stundenlang geregnet und gestürmt. Ein Häring meines Zeltes wurde in der Nacht herausgerissen und die Feuchtigkeit wanderte langsam in meinen Schlafsack. Die Nacht habe ich trotzdem noch überstanden.
Am nächsten Morgen packen wir die nassen Klamotten in der Fahrradscheune zusammen.
Und dann setzt der Regen nochmal ein. Einziger Vorteil ist, dass es einigermaßen warm ist, so 20°C, so dass man nicht noch friert.
Wir treffen auf viele funktionsfähige Windmühlen, die zum Enwässsern des tief liegenden Landes genutzt worden sind.
Weiter geht es auf einer schnurgraden kleinen Straße, die parallel zu einem Kanal verläuft. Der Kanal ist höher als das Umland angeordnet und die Mühlen pumpen das Wasser aus dem Umland hoch.
Dann bitte uns ein holländischer Radfahrer um Hilfe. Seine Kette hat sich zwischen Kettenblatt und Sattelrohr verkeilt. Nach einigen Versuchen mit dem Schraubendreher können wir die Kette wieder freigängig machen.
Die Hoorner sind zu einem großen Teil mit dem Rad zur Kirmes gekommen. Der Fahrradabstellbereich ist dicht mit Rädern besetzt.
Wir fahren weiter und erreichen vor Enkhuizen den Damm „Houtribdijk“ nach Lelystadt. Der Damm trennt das Ijselmeer vom Markermeer.
Zwischendurch gibt es eine breitere Stelle, wo wir eine kleine Paus einlegen. Ich nutze hier den Wind zum Schnelltrocknen meines nassen Zeltes.
Toll sind die breiten Radwege, die die Städte durchziehen. Sie haben eine ordentliche Breite und durchziehen die Städte über viele Kilometer, im Gegensatz zu dem Stückwerk in deutschen Städten. Die Radwege sind zumeist rot asphaltiert und die Radfahrer haben oft sogar Vorfahrt gegenüber dem kreuzenden Straßenverkehr.