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Spätsommer-Radtour 2021

Runde von Aachen durch Belgien, Nordfrankreich und nach Hause

Aachen, Vennbahn, Bastogne, Maas, Ardennen, L'Oise, Charleroi, Maas, Niederrhein, Bochum

Datum: 03. September 2021
Strecke: Montabauer - St. Vieth
Streckenlänge: 56 km
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Bericht auf dem Campingplatz schreiben, ist nicht immer so einfach. Am vorherigen Abend muss der Stromverteilerkasten dafür herhalten. Dunkel wird es auch schon bald; um 20:30 Uhr ist es Anfang September halt schwarz draußen.
Von unserem Campingplatz in Monschau geht es erstmal bergauf an der Bundesstraße entlang, und dann fahren wir auf einem Waldweg parallel zur Rur.
Nach 4 km sind wir wieder auf der Vennbahntrasse angelangt, die größten Steigungen haben wir auf diesem Abschnitt hinter uns gelassen.
Wir haben herrliches Wetter. Von der Trasse hat man, soweit die Bäume einem nicht den Blick versperren, einen weiten Blick ins Land. Ab Küchelscheid existiert noch ein Bahngleis, das für Draisinenfahrten genutzt werden kann.
So ganz früh sind wir nicht losgekommen; Werner brauchte schon eine geraume Zeit, seinen Krempel auf dem Rad zu verstauen.
An dem Ort Sourbrodt ist der Bahnhof noch erhalten und es sind viele Relikte aus der Eisenbahnzeit aufgestellt...
.. wie hier ein Stellwerk und eine Dieselrangierlokomotive.
Das umgebende Land wird landwirtschaftlich genutzt; meist Wiesen, und hin und wieder dürfen sich die Kühe und Schafe auf den Weiden austoben. Dazwischen gibt es wieder Wälder. In Montenau breiten sich Hochmoore neben der Trasse aus.
Wir haben uns an die Vennbahntrasse gewöhnt und können anderen Radlern die Trasse wärmstens empfehlen.
An dem Ort Born errreichen wir ein Bahnviadukt, das von der Vennbahn abzweigt. Hier ist unser Endpunkt auf der Vennbahntrasse erreicht und wir biegen ab und fahren zuerst parallel zu der abzweigenden Bahntrasse. Wir überqueren die Autobahn E42 und wollen dann wieder auf kleinere Straßen ausweichen.
Hier nimmt das Unglück seinen Lauf - C R A S H. Werners Kette springt beim Schalten über das größte Ritzel und das Schaltwerk gelangt zwischen die Speichen. Es wird dabei vollkommen verbogen. Werner ist erstmal fertig. Unser Plan ist zunächst, den Unwerfer wieder zu richten.
Mit Zange, einer gefundenen Gerüststange und Moniereisen versuchen wir den Unwerfer und das verbogene Schaltauge zu richten. Aber unser Versuch ist nur kurzzeitig erfolgreich. Nach 200 m wird das Schaltwerk wieder zwischen die Speichen gedrückt und zerrissen. Dann noch eine Acht in der Felge und die Kette ist ramponiert. Last Option, der Schaltarm wird demontiert, die Kette gekürzt und Werner kann zumindest mit einer Übersetzung halbwegs weiterfahren.
Wir haben uns entschieden, nach St. Vith zu fahren, da es dort ein Fahrradgeschäft und einen Campingplatz gibt. Zufällig kommen wir an dem Fahrradladen vorbei, und der Inhaber sagt uns zu, morgen das Rad zu reparieren.