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Spätsommer-Radtour 2021

Runde von Aachen durch Belgien, Nordfrankreich und nach Hause

Aachen, Vennbahn, Bastogne, Maas, Ardennen, L'Oise, Charleroi, Maas, Niederrhein, Bochum

Datum: 08. September 2021
Strecke: Rethel - Chavignon
Streckenlänge: 90 km
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Während der Nacht war es im Hotel recht warm; da haben wir uns schon nach den kühlen Nächten in den Zelten gesehnt. Gerd und Werner sind schon fürh am scharren, und es ist um 9 Uhr, als wir los kommen. Und darußen ist es schon ziemlich heiß.
Ohne Frühstück radeln wir in das Zentrum von Rethel, und schauen uns die Kirche, das Gebäude der Bibliothek und das Hospitals an. Dann zurück zum Canal des Ardennes und ein Blick auf die Wegoberfläche des Leinpfads; Ergebnis: geht nicht.
Wir radeln auf Nebenstraßen nahe am Kanal entlang in westliche Richtung.
Wir inspizieren zwischendurch den Kanal, eine schön hergerichtete Schleuse, aber der Weg taugt weiterhin nicht fürs Radeln. Also zurück zur Straße.
Nach etwa einer Stunde entdecken wir am Wegesrand eine Sitzecke, der ideale Standort für das Frühstück. Am Vortag hatten wir uns mit Lebensmitteln eingedeckt. Werner holt den Kocher raus, und es gibt sogar Kaffee. Dieses Frühstück musste den Tag abdecken, danach gab es nämlich bis zum Abend nichts mehr.
In Pignicourt versuchen wir es wieder. Der Weg hat zuerst einigermaßen befahrbare Fahrspuren, so dass wir erstmal diesen Fahrweg nehmen. An dem Ufer treffen wir einige Angler; aber unserer Weg wird je weiter wir vorwärts kommen immer schlechter. Eine Grasnarbe manchmal mit tiefen Kuhlen, Brennnesseln und Disteln bedecken den alten Leinpfad. Von einem Radweg ist nichts zu sehen.
Am nächsten Dorf, Variscourt, wechseln wir wieder auf die Straße. Neue Versuch in Conde sur Suippe. Da der Kanalweg sich nicht verbessert hat, wollen wir wieder auf der Straße radeln. Die Karte zeigt eine Nebenstraße, die in unsere gewählte Richtung führen soll. Aus der anfangs asphaltierten Straße wird ein Schotterweg, dann eine Grasnarbe und schließlich stehen wir vor einem abgeernteten Feld. Uns bleibt nichts anderes über, als die Räder über den Acker zu schieben.
Als Ausgleich gibt es einen vorbildlichen Radwegabschnitt am Canal de l'Aisine a la Marne. Das blaue Wasser lädt zum Schwimmen ein. Von dem Kanal zweigt nach kurzer Strecke der Canal lateral s l'Aisine ab. Leider ist hier schon Schluss mit dem gut ausgebauten Radweg.

Im Anschluss fahren wir auf der stark frequentierten D925 weiter. Neben vielen Autos, gibts auch einen starken LKW-Verkehr. Das Gelände ist hügelig, und anstatt eines ebenen Kanalweges gibt es Steigungen und Gefälleabschitte. Und dann hohe Temperaturen (bis 31°C) und keine Einkaufsmöglichkeit. Das Bier ist aus und Wasser wird auch knapp.

In Pontavert legen wir an einem Cafe eine kurze Kaffepause ein und füllen unsere Wasserflaschen auf. Heinz lädt seinen Akku auf (aber nur profilaktisch; denn eigentlich benutzt der den gar nicht) und kommt zu spät aus der Zufahrt, so dass er keinen Mitfahrer sieht und prompt in die falsche Richtung radelt. Der Verlust von Heinz fällt erst an dem nächsten Abzweig auf, und nach einem Rückruf klärt sich die Situation.
Es geht auf hügeligen Nebenstraßen durch Waldgebiet weiter und wir fahren dann in der Nähe des Flusses l'Ailette. Dort gibt es eine ausgedehnte Parklandschaft, die auch von Wanderern und anderen Fahrradtouristen genutzt wird. Für das Radfahren gibt es einen gut ausgebauten Radweg, manchmal asphaltiert, meistens geschottert. Die l'Ailette bildet hier einen größeren See, der touristisch genutzt wird.
Wir kommen an vielen Bauernhöfen vorbei. Mal wird Weidewirtschaft betrieben, mal Ackerbau und große Gebiete sind dicht bewaldet.
Der Radweg führt auch an dem Canal de Loisse al l'Aisne entlang zum Bassin Monapetuil, das wohl der Wasserhaltung dient. Hier gibt es sogar ein Strandbad.
Hier an der Schleuse von Pargny Filain sehen wir zum ersten Mal ein Schiff, das geschleust wird. Hier stellt sich die Frage, wo wir den Tag beenden sollen. In dem Ort gibt es immerhin ein Restaurant und einen Campingplatz. Nach unserer Karte ist erstmal kein weiterer Campingplatz in Sichtweite. Angesichts der nörgelnden Mitfahrer einigen wir uns, hier zu bleiben und in Pargny Filain den Campingplatz aufzusuchen.
Hier gönnen wir uns ein französisches Menü und es gibt endlich wieder Bier für viel Geld.