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Spätsommer-Radtour 2021

Runde von Aachen durch Belgien, Nordfrankreich und nach Hause

Aachen, Vennbahn, Bastogne, Maas, Ardennen, L'Oise, Charleroi, Maas, Niederrhein, Bochum

Datum: 04. September 2021
Strecke: St.Vieth - Marche-En-Famenne
Streckenlänge: 80 km
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Am Morgen stehen Werner und Gerd früher auf, um Werners Rad zum Fahrradhändler zu bringen. Derweil können Rainer und Heinz etwas länger ausschlafen und Heinz kann den anderen Radfahrern auf dem Campingplatz von unseren Touren berichten.
Gegen 10:30 Uhr ruft Gerd an und teilt mit, dass die beiden im Cafe an dem Kreisverkehr im Zentrum von St. Vith frühstücken. Heinz und Rainer fahren auf der Vennbahn in die Stadt. Auf dem Weg passieren wir die Reste der Brückenbauwerke des Wiesenbacher Gleisdreiecks, die während des Ersten Weltkrieges errichtet worden sind, um die Westfront mit Munition zu versorgen. Der ganze Irrsinn des Ersten und Zweiten Weltkrieges begegnet einem hier.
Gegen 10:30 Uhr kommt auch Werner mit seinem reparierten Rad zurück; das Schaltwerk wurde erneuert, das Gewinde am Schaltauge wurde instand gesetzt, die Acht herausgezogen und eine neue Kette eingesetzt. Das Rad rollt wieder.
Wir fahren dann wieder zu der geplanten Route. Es geht erstmal bergan zur Wasserscheide zwischen Maas und Rhein. Heinz passt jetzt auf, ob Werner auch ordnungsgemäß schaltet. Und wenn es mal wieder etwas knackte, gabs einen Rüffel von Heinz. In Poteau erreichen wir eine Bahntrasse, die als Ravel 47a geführt wird. Hier gibt es ein Rennen mit E-Bike-Omas und -Opas, die uns an den Steigungen mal wieder einholen, aber an den Geraden sind wir schneller.
Die typischen Landhäuser sind aus Bruchsteinen aufgebaut, manchmal auch weiß gestrichen.
Wir erreichen den Ort Vielsalm, der im Zweiten Weltkrieg und der Ardennenoffensive bedeutsam war. Wir haben herrliches warmes Wetter und kommen heute mal richtig ins Schwitzen. Nach den halbwegs ebenen Bahntrassen geht es danach in der Bastogne hoch und runter.
Dann habe ich eine Feldweg parallel zur N 822 ausgesucht; um die Autostraße zu meiden. Der Radweg ist unbefestigt und hat nur Treckerspuren; die Mitfahrer sind an den Schlaglöchern und Wasserkuhlen bräsig wegen der Wegoberfläche. Aber das hat auch nach einigen Kilometern ein Ende.
Dann treffen wir auf eine Gedenktafel zur Befreiung Belgiens durch die Amerikaner im Dezember 1944. Wir haben dann wieder Asphalt unter den Reifen.
Es geht in dem hügeligen Terrain auf den Landstraßen weiter. Wir erreichen Lierneux und decken uns erstmal mit Lebensmittel und Getränken ein; das Wochenende steht vor der Tür. Die Packtaschen werden nochmal umgepackt, damit mehr reinpasst.
Wo Steigungen sind, geht es öfters auch mal bergab, und über 50 km/h sind schon mal drin.
Wieder ein schönes Bruchsteinhaus, das uns auf dem Weg begegnet.
Rainer hat sein Trikot längst abgelegt, und heute brauchen wir viel Flüssigkeit. Die Wasserflaschen sind leer, und hier fragt Gerd an einem Haus nach Wasser.
Auf der Fahrt durch das waldreiche Gebiet kommen wir an der Mühle "Moulin Fosse de Lafosse" vorbei, die Gerd und Rainer sich noch etwas genauer ansehen, während Heinz und Werner sich gleich der nächsten Steigung widmen. Das Wasserrad ist intakt und seit 2019 wird wieder Korn gemahlen.
.. und wieder ein ansehnliches Gutshaus. Danach geht es auf einer schmalen Straße an der l'Aisne entlang. Heute ist Samstag und schönes Wetter und da sind auch noch etliche Motorrad- und Autofahrer unterwegs, von den uns einer bei Gegenverkehr sehr eng überholt. Die Belgier sind passionierte Rennradradler, aber die Autofahrer nehmen auch nicht mehr Rücksicht als bei uns.
Wir erreichen eine Schmalspurbahntrasse, die an dem Lauf der l'Aisne verläuft. Die Schmalspurtrasse ist als Fahrradweg umgewidmet; die Oberfläche mit schmalen Fahrspuren ist nicht ganz optimal.
In Hotton überqueren wir den Fluss l'Ourthe. Danach biege ich von der Hauptstraße L43 ab; hier gibt es eine ruhige Parallelstrecke. Die Mitfahrer fangen an zu jaulen, und wollen keine Steigungen mehr - aber irgendwie ziehen wir es durch. Alle wollen schnell auf einen Campingplatz. Der auf der Karte ausgewiesene Platz Paola bei Marche-En-Famenne ist schlecht ausgeschildert, so dass schon wieder Zweifel aufkommen. Aber nach einem letzten Anstieg (bei dem Werner wohl noch die Gewalt über sein Rad verloren hat, wie man hörte) erreichen wir den Platz und können unsere Vorräte bei untergehender Sonne verspeisen. Jetzt sind Heinz und Werner schon abgetaucht; Gerd und Rainer sind dabei, diesen Tagesbericht abzuschließen.