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Spätsommer-Radtour 2021

Runde von Aachen durch Belgien, Nordfrankreich und nach Hause

Aachen, Vennbahn, Bastogne, Maas, Ardennen, L'Oise, Charleroi, Maas, Niederrhein, Bochum

Datum: 06. September 2021
Strecke: Givet - Charleville-Mezieres
Streckenlänge: 94 km
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Beim Einpacken der Packtaschen fällt Werner auf, dass der Haltebügel an einer Seite abgerissen ist. Mit einer M5-Innensechskantschraube aus der Schraubenkiste ist das Problem schnell beseitigt.
Es ist sehr feucht am Morgen und der Nebel steht über dem Maastal. Dem Heinz ist es in den Nächten im Sommerschlafsack recht kalt geworden, und der möchte einen dickeren Schlafsack haben. In Givet gibt es eine Decathlon-Filiale, die wir zuerst ansteuern.
Wir fahren zum Zentrum von Givet auf der rechten Maasseite. Der Weg führt erst an einem schmalen Bach entlang, der la Houille.
In dem Viertel kommen wir an pitoresken alten Gebäude vorbei, die zum Fotografieren animieren.
Noch ein Stück an der Hauptstraße entlang, erreichen wir das Geschäft. Stolz präsentiert Heinz seinen neuen Schlafsack, der bis 5°C reichen soll.
Und dann wieder zurück..
und an der Festung Fort de Charemont vorbei. Wir sind wieder auf Kurs und fahren auf dem Maasradweg flussaufwärts.
Die nächste Maasschleife bei Chooz mit einem Atomkraftwerk kürzen wir ab.
An der schönen Kirche Eglise Saint Remi legen wir eine kurze Pause ein.
Es ist 11 Uhr und es gibt den Vormittag-Schnaps.
Der Radweg ist super. So ähnlich wie der Moselradweg, nur keine Weinreben an den Berghängen. Dafür herrscht wenig motorisierter Verkehr, die Durchgangsstraße ist auf der gegenüber liegenden Flusseite angeordnet.
Die Oberfläche des Radweges ist asphaltiert; die steilen Talhänge sind zumeist bewaldet. Wir kommen an kleinen Städtchen mit den typischen Bruchsteinäusern vorbei. Immer wieder gibt es was Neues zu entdecken. In Fumay wechseln wir die Flussseite, und an dem Imbissstand gibt´s Frites.
Alle 3 bis 4 km trifft man auf eine Schleuse, die aber nur noch wenig genutzt werden. Die Maas schlängelt sich oft in engen Schleifen durchs Land.
In Revin gibt es einen Kanaltunnel. Die Maas beschreibt an der Stadt einen engen Bogen und an der Engstelle der Schleife liegt der Flussverlauf nur 200 m auseinander. Die Altvorderen haben hier einen Tunnel durch den Berg geschlagen, um den Schifffahrtsweg zu verkürzen.
An der Tunnelwandung gibt es auch einen Fahrweg, der mit dem Fahrrad passiert werden kann. Werner und Rainer tragen Sonnenbrillen, und sehen im Tunnel praktisch nichts mehr. Gerd konnte die Absperrung des Radweges zum Wasser hin manchmal gar nicht wahrnehmen. Aber letztendlich sind wir wohlbehalten durchgekommen.
In dem Flusstal verläuft eine Eisenbahnlinie, die mehrmals den Fluss auf Brücken und Viadukten überquert.
Mit 20 bis 25 km/h rasen wir durch das Flusstal; hin und wieder lockt der Ausblick zu einem Fotostopp.
Und da stehen die Wohnmobile aufgereiht am Flussufer. Da sind wir doch viel freier, finde ich. Wir haben alles am Rad - und mit einem Lebensmittelgeschäft, und für Werner mal ein Restaurants, kommen wir gut über die Runden und jeder Tag ist ein Erlebnis.
Charleville-Mezieres ist die bislang größte Stadt an der Maas. Hier decken wir uns mit Lebensmittel und Getränken ein, und da es gegen 18 Uhr geht, steuern wir den nächsten Campingplatz in der Stadt an, der an der Maas liegt.
Wir radeln zurück und diesmal nehmen wir die Maasschleife, kommen noch an einer Schleuse vorbei, und dann haben wir es für heute geschafft. Auf dem Campingplatz essen wir an einem Holztisch und genießen noch einen lauen Spätsommerabend.