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Sommerradtour 2011 - Südfrankreich

Toulouse, Chevennen, Carmargue, Mittelmeer, Pyrenäen, Canal du Midi, Toulouse

Datum: 06. Juni 2011
Strecke: Le Truel - Rivière-sur-Tarn
Streckenlänge: 56 km
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In der Nacht war es außerordentlich ruhig; einzig das Brummen der Trafos an dem Wasserkraftwerk war mal zu hören.
Zum Glück gibt es in Le Truel ein Lebensmittelgeschäft, so dass ein opulentes Frühstück gewährleistet war. Das Baguette schmeckte heute besonders gut. Die Campingplatzmitarbeiterin machte uns bei der Abreise schon auf viele Berge aufmerksam.
Das Wetter ist optimal; blauer Himmel mit einigen Schönwetterwolken. Nach dem Verlassen des Platzes erwarten uns gleich die Anstiege. Wir fahren auf dem linken Tarnufer bis Pinet. Die Tarn ist fast durchweg aufgestaut und bildet daher einen breites Gewässer.
Wir fahren auf kleinen Nebenstraße parallel zur Tarn. Der kleine Ort Pinet liegt an einer Staustufe des Tarns. Hier ist der Fluss aufgestaut und er bildet hier einen lang gezogenene See.
Pinet ist ein idyllisches kleines Dorf, das wir uns näher anschauen.
Ich hatte mir vorgestellt, dass neben dem natürlichen Flussanstieg keine größeren Steigungen zu erwarten sind, zumal unser Weg immer in Flussnähe verläuft, das ist ein Trugschluss. Da das Tal in vielen Abschnitten recht schmal ist, ist die Straße abschnittweise höher am Berg angelegt worden und man muss die Steigungen erklimmen.
Jedenfalls kommen wir beim Radeln ordentlich ins Schwitzen und nehmen bei den Anstiegen den Helm vom Kopf. Rainer und später Heinz nehmen ein Bad in der Tarn; die Wassertemperatur ist mit gefühlten 20°C angenehm.
Die Straße ist kaum befahren, und manchmal recht schmal. Und da jetzt nur wenige Touristen unterwegs sind und die Straße am Tarnufer nur von den Anwohnern genutzt wird, erklären wir uns den geringen Verkehr.
Dafür gibt es aber kaum eine Infrastruktur, kein Restaurant oder Lebensmittelgeschäft, so dass man sich vorher eindecken sollte.
Dann finden wir um 13.30 Uhr ein Restaurant, das geöffnet hat. Nach 14 Uhr gibt es nämlich meistens bis zum Abend nichts mehr auf die Gabel. Wir stärken uns, dazu gibt es einen leckeren Rotwein
Kurz hinter dem Ort kommt die Autobahnbrücke von Millau zum ersten Mal mit einem Pylon zum Vorschein. Sie wirkt im Kontrast zu dem gebirgigen Umfeld ganz surrealistisch. Je weiter wir fahren, umso mehr Pylome kommen zum Vorschein.
Dann stehen wir unter der mächtigen Brücke, deren Fahrbahn bis 344 m das Tarntal überragt.
Hier noch ein Blick zurück auf die Brückenkonstruktion; die Pfeiler sind höher als der Eiffelturm..
Es ist ein sonniger Tag und wir benutzen zum ersten Mal die Sonnencreme. Dann nimmt der Verkehr auf der D41 vor Peyre zu und die Straße wird breiter und eine Bahnlinie gesellt sich dazu. Der Ort Peyre klebt an der Felswand.
Bald erreichen wir den Ort Millau und wi suchen uns ein schattiges Plätzchen in einem Cafe.
Beeindruckend ist die Innenstadt mit ganz engen Gassen und alten Gebäuden. Hinter der Stadt überqueren wir die Tarn und fahren auf der linken Flussseite weiter.
Die vielen Campingplätze im Umfeld des Ortes zeugen davon, dass hier ein Touristenzentrum liegt. Derzeit sind die Plätze aber noch schwach belegt. Das Tal öffnet sich hinter Millau und die hohen Berge und Felsformationen weichen zurück. Das Flusstal wird landwirtschaftlich genutzt insbesondere der Kirschanbau ist auffällig.
Da die Kirschen gerade reif sind, können wir nicht umhin, mal eine Hand voll Kirschen zu probieren. Wir sind jedenfalls nicht erwischt worden.
Wir begegnen vielen Rennradfahrern, die zumeist freundlich grüßen und wohl froh sind, dass sie nicht das Gepäck mitführen müssen.
Es ist 18:30 Uhr und hinter La Cresse nehmen wir auf einem Campingplatz unter holländischer Führung Quartier. Nach radebrechendem Französisch meinte der Besitzer, sprecht doch Deutsch.
Beim Aufbauen des Zeltes kreisen über uns die Geier (kein Scherz), aber wir waren noch gut in Form, so dass sie sich ein anderes Opfer suchen müssen. Heute gibt es mit einer Pizza ein richtiges Essen und beim Essen kann ich den Tagesbericht vollenden.